Überblick
Buddhismus
Geschichte
Initiation
Sandmandala
Shambhala
Interaktiv
 
 
 

Buddhismus Allgemein

Der Buddhismus ist eine der ältesten Weltreligionen. Er wird nach seinem Stifter Buddha,
"dem Erwachten", benannt. In Österreich ist Buddhismus eine anerkannte Religionsgemeinschaft.


Der historische Buddha
Der historische Buddha wurde vor rund 2500 Jahren als Siddharta Gautama
in Nordindien geboren. Er erlangte als Mensch mit den Mitteln der Geistes-
schulung und Meditation die Erleuchtung oder das Nirvana, einen geistigen
Zustand dauerhaften Glücks und Friedens. Aus dieser Erfahrung heraus
lehrte er Wege, damit auch andere diesen Zustand erlangen können.

Die Essenz des Buddhismus
Den Kern des Buddhismus bilden die Vier Edlen Wahrheiten: vom Leiden,
seinen Ursachen, der Überwindung des Leidens, und den dahin führenden
Wegen. In dieser Lehre hat der Buddha dargelegt, wie es durch geistige
Schulung möglich ist, die wahre Natur des Seins zu erkennen, alles Leiden
zu überwinden und das Nirvana zu verwirklichen. Diesem Ziel dienen die drei
Schulungen von ethischer Disziplin, meditativer Konzentration und Weisheit.

Verbreitung des Buddhismus
Der Buddha erläuterte die buddhistische Lehre auf unterschiedliche Arten, um den verschiedenen
Interessen und Veranlagungen seiner Schüler gerecht zu werden. Für alle Buddhisten sind die Vier
Wahrheiten die Basis. Darüber hinaus haben sich Schulen mit unterschiedlichen philosophischen und
methodischen Schwerpunkten entwickelt.

Der Buddhismus nahm seinen Ursprung in Indien und breitete sich nach Südost-, Zentral- und Ostasien
sowie nach China aus. Er wird heute in Burma, Indonesien, Kambodscha, Laos, Sri Lanka, Thailand
sowie Japan, Korea und Vietnam von insgesamt fast 400 Millionen Menschen praktiziert.

Im Mahayana-Buddhismus steht die Erleuchtung aller Lebewesen im Zentrum der religiösen Praxis;
Übungen zur Entwicklung altruistischer Einstellungen wie Liebe und Mitgefühl sind die Essenz
dieses Weges.

Die unterschiedlichen Traditionen und Schulen, die sich im Laufe der Jahrhunderte unter dem Einfluss
verschiedener Kulturen herausgebildet haben, ergänzen und respektieren sich gegenseitig. Besonders
seit Anfang des 20. Jahrhunderts findet der Buddhismus auch im Westen zunehmend Anhänger.



Grundlagen des Tantra

Buddha Shakyamuni lehrte viele Methoden, um das Bewusstsein zu
verändern und zur Erleuchtung zu gelangen. Eine der wirkungsvollsten
unter ihnen ist das Meditations- und Übungssystem des Tantra.

Die Grundlage
Die Grundlage der buddhistischen Lehre bilden die Vier Edlen Wahrheiten, vom Leid, seinen Ursachen,
seiner Beendigung und dem Weg dorthin. Ziel der buddhistischen Praxis ist es, den Geist von negativen
Faktoren wie Gier, Neid, Ärger zu befreien, um einen Zustand jenseits allen Leidens (Nirwana) zu
erreichen. Im Mahayana, bekannt als "Großes Fahrzeug", zeigte der Buddha darüber hinaus Mittel für
Übende, die zum Wohle aller Wesen und nicht nur zu ihrem eigenen Wohl die vollkommene
Erleuchtung anstreben.

Tantra
Das Tantra ist ein Zweig des Mahayana. Durch die Anwendung der tantrischen Mittel auf der Basis eines
intensiven Mitgefühls kann man den Zustand der Buddhaschaft mit besonders wirksamen Mitteln rasch
erlangen. Im Tantra wendet man Meditationsmethoden an, die mit subtilen Ebenen des Geistes
zusammenhängen. Ein wesentliches Element des Tantra besteht darin, dass sich die Praktizierenden
nicht mit ihrem alltäglichen Ego und dessen endlosen Problemen identifizieren, sondern sich in
entsprechenden Visualisationen als erleuchtete Wesen betrachten.

Voraussetzungen
Erst wenn die Praktizierenden Erfahrungen in den allgemeinen buddhistischen Kontemplationen wie
Leidhaftigkeit, Vergänglichkeit des Daseins, Mitgefühl mit allen Lebewesen und Erkenntnis der
Selbstlosigkeit gesammelt haben, können sie sich auch tantrischen Übungen widmen.

Die Initiation
Der eigentliche Eintritt in das Tantra erfolgt über eine Initiation. Dabei handelt es sich um ein Ritual,
in dem über den Meister der Segen von Körper, Rede und Geist des jeweiligen Meditations-Buddhas
übertragen wird. Der Meister leitet in einer Initiation die Schülerinnen und Schüler zu besonderen
Meditationen an, die diese dann in die tägliche Praxis integrieren. Initiationen gibt es für verschiedene
Meditationsgottheiten, die jeweils einen besonderen Aspekt des erleuchteten Bewusstseins,
z.B. Mitgefühl oder Weisheit repräsentieren.

Der Lehrer
Die Lehrer-Schüler-Verbindung wird im Tantra als Schlüssel für die Verwirklichung angesehen. Um eine
solche Verbindung einzugehen, müssen die Lernenden ihren potentiellen Lehrer eingehend auf seine
Qualifikationen prüfen. Vor allem sollte er sich durch die Übung von Ethik, Konzentration und Weisheit
diszipliniert haben sowie von Mitgefühl mit den Schülerinnen und Schülern motiviert sein.Der Lehrer,
der tantrische Rituale durchführt, muss die Überlieferungslinie halten und eine entsprechende
Meditationsklausur durchgeführt haben, in der er sich selbst intensiv als Buddha in Gestalt der zu
meditierenden Gottheit vorgestellt hat. Damit ist er in der Lage, die Verbindung zur Meditationsgottheit
herzustellen und in den Schülerinnen und Schülern den Samen dafür zu legen, durch kontinuierliche
Übung über einen langen Zeitraum hinweg selbst den vollkommenen Zustand zu erreichen.

Home | English |