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| SHE DRUP LING GRAZ Buddhismus
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Buddhismus Allgemein Der Buddhismus ist eine der ältesten Weltreligionen. Er wird nach seinem Stifter Buddha, "dem Erwachten", benannt. In Österreich ist Buddhismus eine anerkannte Religionsgemeinschaft.
Der Buddha erläuterte die buddhistische Lehre auf unterschiedliche Arten, um den verschiedenen Interessen und Veranlagungen seiner Schüler gerecht zu werden. Für alle Buddhisten sind die Vier Wahrheiten die Basis. Darüber hinaus haben sich Schulen mit unterschiedlichen philosophischen und methodischen Schwerpunkten entwickelt. Der Buddhismus nahm seinen Ursprung in Indien und breitete sich nach Südost-, Zentral- und Ostasien sowie nach China aus. Er wird heute in Burma, Indonesien, Kambodscha, Laos, Sri Lanka, Thailand sowie Japan, Korea und Vietnam von insgesamt fast 400 Millionen Menschen praktiziert. Im Mahayana-Buddhismus steht die Erleuchtung aller Lebewesen im Zentrum der religiösen Praxis; Übungen zur Entwicklung altruistischer Einstellungen wie Liebe und Mitgefühl sind die Essenz dieses Weges. Die unterschiedlichen Traditionen und Schulen, die sich im Laufe der Jahrhunderte unter dem Einfluss verschiedener Kulturen herausgebildet haben, ergänzen und respektieren sich gegenseitig. Besonders seit Anfang des 20. Jahrhunderts findet der Buddhismus auch im Westen zunehmend Anhänger. Grundlagen des Tantra
Die Grundlage der buddhistischen Lehre bilden die Vier Edlen Wahrheiten, vom Leid, seinen Ursachen, seiner Beendigung und dem Weg dorthin. Ziel der buddhistischen Praxis ist es, den Geist von negativen Faktoren wie Gier, Neid, Ärger zu befreien, um einen Zustand jenseits allen Leidens (Nirwana) zu erreichen. Im Mahayana, bekannt als "Großes Fahrzeug", zeigte der Buddha darüber hinaus Mittel für Übende, die zum Wohle aller Wesen und nicht nur zu ihrem eigenen Wohl die vollkommene Erleuchtung anstreben. Tantra Das Tantra ist ein Zweig des Mahayana. Durch die Anwendung der tantrischen Mittel auf der Basis eines intensiven Mitgefühls kann man den Zustand der Buddhaschaft mit besonders wirksamen Mitteln rasch erlangen. Im Tantra wendet man Meditationsmethoden an, die mit subtilen Ebenen des Geistes zusammenhängen. Ein wesentliches Element des Tantra besteht darin, dass sich die Praktizierenden nicht mit ihrem alltäglichen Ego und dessen endlosen Problemen identifizieren, sondern sich in entsprechenden Visualisationen als erleuchtete Wesen betrachten. Voraussetzungen Erst wenn die Praktizierenden Erfahrungen in den allgemeinen buddhistischen Kontemplationen wie Leidhaftigkeit, Vergänglichkeit des Daseins, Mitgefühl mit allen Lebewesen und Erkenntnis der Selbstlosigkeit gesammelt haben, können sie sich auch tantrischen Übungen widmen. Die Initiation Der eigentliche Eintritt in das Tantra erfolgt über eine Initiation. Dabei handelt es sich um ein Ritual, in dem über den Meister der Segen von Körper, Rede und Geist des jeweiligen Meditations-Buddhas übertragen wird. Der Meister leitet in einer Initiation die Schülerinnen und Schüler zu besonderen Meditationen an, die diese dann in die tägliche Praxis integrieren. Initiationen gibt es für verschiedene Meditationsgottheiten, die jeweils einen besonderen Aspekt des erleuchteten Bewusstseins, z.B. Mitgefühl oder Weisheit repräsentieren. Der Lehrer Die Lehrer-Schüler-Verbindung wird im Tantra als Schlüssel für die Verwirklichung angesehen. Um eine solche Verbindung einzugehen, müssen die Lernenden ihren potentiellen Lehrer eingehend auf seine Qualifikationen prüfen. Vor allem sollte er sich durch die Übung von Ethik, Konzentration und Weisheit diszipliniert haben sowie von Mitgefühl mit den Schülerinnen und Schülern motiviert sein. Der Lehrer, der tantrische Rituale durchführt, muss die Überlieferungslinie halten und eine entsprechende Meditationsklausur durchgeführt haben, in der er sich selbst intensiv als Buddha in Gestalt der zu meditierenden Gottheit vorgestellt hat. Damit ist er in der Lage, die Verbindung zur Meditationsgottheit herzustellen und in den Schülerinnen und Schülern den Samen dafür zu legen, durch kontinuierliche Übung über einen langen Zeitraum hinweg selbst den vollkommenen Zustand zu erreichen. |
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