Unsere Lehrerinnen und Lehrer

SH Dalai Lama

Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, ist das geistige Oberhaupt Tibets und hatte bis 2011 auch die politische Führung inne. Dalai ist das mongolische Wort für "Ozean", und Lama heißt auf Tibetisch "spiritueller Lehrer". Der Titel Dalai Lama wird mit "Ozean der Weisheit" übersetzt. Am 17. November 1950 musste Seine Heiligkeit im Alter von 16 Jahren, bedingt durch die drohende Besetzung Tibets durch China, die volle politische Verantwortung der Funktion und Position des Dalai Lama übernehmen. Am 17. März 1959 floh S.H. der Dalai Lama nach Indien. Mehr als 100.000 tibetische Flüchtlinge folgten ihm ins Exil. Seither lebt er in der nordindischen Stadt Dharamsala, wo sich auch die tibetische Zentralverwaltung befindet.

Für sein Bemühen um die gewaltfreie Lösung des Tibetproblems wurde Seiner Heiligkeit 1989 der Friedensnobelpreis verliehen. Das Nobelpreiskomitee schrieb in seiner Begründung u.a.: "Der Dalai Lama hat seine Friedensphilosophie auf der Grundlage von großer Ehrfurcht vor allen Lebewesen und der Vorstellung einer universellen Verantwortung, die sowohl die gesamte Menschheit, als auch die Natur umfasst, entwickelt."

Im Mai 2011 trat S.H. der Dalai Lama von seiner politischen Funktion zurück und übergab damit die Führung der tibetischen Zentralverwaltung an einen demokratisch gewählten Regenten.

 

Lama Zopa Rinpoche

Lama Zopa Rinpoche wurde 1946 in der Solukhumbu-Region, nahe dem Mount Everest in Nepal geboren. Er wurde als Inkarnation des Lawudo Lama erkannt und begann seine Ausbildung als Mönch in Tibet. 1959 verließ Rinpoche Tibet und setzte sein Studium in Buxa Duar, dem damaligen Sitz des Klosters Sera Je in Nordindien, fort. Zu der Zeit wurde Rinpoche Schüler von Geshe Rabten und Lama Thubten Yeshe.

Der erste Kontakt von Lama Yeshe und Lama Zopa mit Westlern fand 1965 statt; 1971 begannen die beiden Lamas mit ihren berühmten Meditationskursen im neu gegründeten Kopankloster im Kathmandutal. Sie gehörten zu den ersten Lehrern, die auf Bitten ihrer Schüler herumreisten und den tibetischen Buddhismus lehrten. Die internationale Organisation Foundation for the Preservation of the Mahayana Tradition (FPMT) wurde 1975 gegründet und umfasst die Zentren und Aktivitäten von Lama Yeshe und Lama Zopa Rinpoche. Sie besteht derzeit aus mehr als 130 verschiedenen Einrichtungen und Projekten. Nach Lama Yeshes Tod 1984 übernahm Lama Zopa Rinpoche die Verantwortung für FPMT.

Kirti Tsenshab Rinpoche

Kirti Tsenshab Rinpoche wurde 1926 in der Provinz Amdo in Ost-Tibet geboren und im Alter von sechs Jahren als Inkarnation des Abtes der Kirti Gompa anerkannt. Im Alter von neun Jahren wurde er als Mönch ordiniert. Mit 32 Jahren hatte er seine Klosterstudien abgeschlossen und wurde zum Abt der Kirti Gompa bestellt. Rinpoche erhielt Unterweisungen von vielen hohen Lamas aus der Tradition des Tibetischen Buddhismus und war Linienhalter des Kalachakra-Tantra. Nach seiner Flucht aus Tibet 1959 ließ Rinpoche sich in Dharamsala nieder. Im Alter von 45 Jahren begab er sich für 15 Jahre in Meditations-Klausur.

Kirti Tsenshab Rinpoche war einer der Lehrer von S.H. dem Dalai Lama und von Lama Zopa Rinpoche. Er gab in vielen Ländern der Welt Belehrungen und war bekannt für seine besonders liebenswerte Art. Im Dezember 2006 verstarb Rinpoche nach schwerer Krankheit.

» Gebet für die rasche Wiedergeburt von Kirti Tsenshab Rinpoche

Ehrw. Jhado Rinpoche

Der Ehrw. Jhado Rinpoche stammt aus Namtso-Khar in Tibet. Im Alter von drei Jahren wurde er als sechste Inkarnation des Jhado Rinpoche erkannt. Er flüchtete 1959 nach Indien und schloss sein 19-jähriges Studium der buddhistischen Philosophie 1991 mit dem Titel eines Geshe Lharampa ab. Im selben Jahr folgte er der Bitte S.H. des Dalai Lama und begann im Namgyal-Kloster in Dharamsala zu lehren, wo er von 1997 bis 2004 auch die Position des Abtes innehatte.

Jhado Rinpoche erhielt Einweihungen und Überlieferungen sowohl von S.H. dem Dalai Lama und dessen zwei Tutoren als auch von Trulshik Rinpoche und Chögye Trichen Rinpoche. Er lehrt und leitet Retreats in Dharma-Zentren in Amerika, Europa, Taiwan und Japan und ist bekannt für seine Gelehrsamkeit und die Klarheit seiner Visualisationen. Jhado Rinpoche war bei Kalachakra for World Peace Graz 2002 zu Gast und hielt einen Einführungsvortrag über Kalachakra. Am 23. Oktober 2002 segnete er im Beisein von 20 Mönchen den neu errichteten Kalachakra Stupa am Gelände des Kalachakra Kalapa Center in Garanas, Südweststeiermark.

Regelmässige Gastlehrerinnen und -lehrer:

Geshe Tashi Tsering

Geshe Tashi Tsering: Mit 13 Jahren trat Geshe-la in die Klosteruniversität Sera Me in Südindien ein und schloss seine Studien 16 Jahre später mit dem höchsten Grad eines Geshe Lharampa ab. Anschließend studierte er ein Jahr am Höheren Tantrischen College Gyuto. Geshe Tashi lehrte bereits in Sera, später im Kloster Kopan, Nepal, und am Gandhi Foundation College in Nagpur, Indien. Das Kloster Nalanda in Südfrankreich war Geshe-las erste Station in Europa. Von dort kam er 1994 ins Jamyang Buddhist Centre London, wo er seitdem residenter Lama ist.

Geshe-la lehrt in Englisch und ist bekannt für seine Wärme und Klarheit und seinen Humor. Geshe-la gründete und lehrt auch im "Foundation of Buddhist Thought", dem 2-jährigen Fern- und Campus-Kurs über die Grundlagen des Tibetischen Buddhismus.

Geshe Thubten Soepa

Geshe Thubten Soepa wurde 1955 in Zanskar, Indien, geboren. Mit 14 Jahren wurde er Mönch, studierte an der Klosteruniversität Sera Je und schloss 1993 mit dem höchsten Grad eines Geshe Lharampa ab, vergleichbar einem Doktor der Philosophie.

Danach lehrte er im Kloster Dzongkha Chode, war sieben Jahre residenter Lehrer im Aryatara Institut München und war jeweils mehrere Monate im Kloster Nalanda/Frankreich, in London, Toronto und Austin/Texas stationiert. Zur Zeit lebt er hauptsächlich im Kloster Sera in Südindien, lehrt aber jedes Jahr mehrere Monate in FPMT-Zentren in Europa und Amerika.

Geshe Soepa verfügt über umfassende Kenntnisse sowohl in Sutra als auch in Tantra und ist nicht nur in Texten der Gelugpa bewandert, sondern auch in solchen der Nyingma, Sakya und Kagyü-Traditionen.

Geshe Tenzin Dhargye

Geshe Tenzin Dhargye wurde 1968 in Leh, Ladakh, Nord-Indien geboren. Seine Ausbildung erhielt er im Kloster Sera Me, wo er 18 Jahre buddhistische Philosophie studierte und im Februar 1995 die Prüfung zum Geshe Lharampa ablegte. Auf Anregung S.H. des Dalai Lama kam Geshe-la 1997 nach Dharamsala.

Nachdem Geshe-la zunächst in einigen europäischen Ländern Unterweisungen in buddhistischer Philosophie gegeben hatte, unterrichtete er für ein Jahr an der Universität von Virginia, wo er u.a. mit Prof. Jeffrey Hopkins zusammenarbeitete. Im Dezember 2000 entsandte S. H. der Dalai Lama Geshe Tenzin Dhargye als residenten Lama ins buddhistische Zentrum She Drup Ling Graz, um die Vorbereitungen für die Kalachakra for World Peace Graz 2002 zu unterstützen. In den knapp zwei Jahren seines Aufenthaltes in Graz gab Geshe-la auch viele Unterweisungen in Form von  Kursen und Klausuren, von Lamrim bis zum Kalachakra-Tantra. Derzeit ist Geshe Tenzin Dhargye Direktor des Internationalen Instituts für Höhere Tibetische Studien in Hüttenberg, Kärnten.

Ani Rita Riniker

Ani Rita Riniker (Lobsang Palmo) ist Deutsch-Schweizerin und seit 1991 eine westliche, tibetisch-buddhistische Nonne die weltweit Kurse über buddhistische Grundlagen und Meditationsanleitungen gibt. Besonders bekannt ist sie für die Leitung von Nyung-nä Retreats. Durch ihre humorvolle, bodenständige und zugleich einfühlsame Art gelingt es Ani-la Rita immer wieder, für uns „WestlerInnen“ eine Brücke zwischen Buddhismus und westlichen Religionen zu schlagen. Ani Rita erklärt und bearbeitet buddhistische Themen so, dass sie unmittelbar auch in unserem Alltag zum Tragen kommen.

Geshe Ngawang Jangchup

Geshe Ngawang Jangchup wurde in Lingshed, Ladakh, geboren und legte im Alter von 14 Jahren die Novizengelübde im Kloster in Lingshed ab. 1968 ging er nach Drepung, Indien, um seine Studien an der tibetischen Klosteruniversität fortzusetzen. Im Dezember 1990 legte er in Varanasi, in Anwesenheit S. H. des Dalai Lama, seine Abschlussprüfung für den Geshe Lharampa, den höchsten Grad in der Gelug Tradition, ab.

Als er im Sommer 1991 nach 23 Jahren wieder nach Ladakh zurückkam, mußte er feststellen, daß sich die Lebensbedingungen und das Ausbildungsniveau während seiner Abwesenheit nicht verbessert hatten. Seither versucht er, die Härten des Lebens der Bevölkerung in Lingshed durch verschiedene Maßnahmen zu vermindern. Im Rahmen der spirituellen Betreuung berücksichtigt er auch die Anwendung der buddhistischen Weltsicht auf die aktuellen Lebensumstände und Probleme. Vor einigen Jahren begann Geshe-la, ein Nonnenkloster in Lingshed aufzubauen. Von 1997 bis 2002 reiste Geshe Ngawang Jangchup mehrmals in den Westen, unterrichtete in buddhistischen Zentren und leitete Retreats.

Heute lehrt und betreut er als Laien-Geshe viele SchülerInnen und unterstützt mit verschiedenen Projekten die Menschen in Lingshed.

Stephan Pende Wormland

Stephan Pende Wormland wurde in Deutschland geboren und praktiziert seit über 25 Jahren in verschiedenen spirituellen Traditionen. Er absolvierte ein Studium der Klinischen Psychologie sowie eine Ausbildung in Gestalttherapie und war 8 Jahre in der Psychiatrie und als Rettungssanitäter tätig. Als Schüler von Lama Zopa Rinpoche lebte er 11 Jahre als tibetisch-buddhistischer Mönch, davon 8 Jahre als Manager und Direktor, im Kloster Nalanda in Südfrankreich. Insgesamt 4 Jahre verbrachte Stephan in verschiedenen Retreats.  2009 hat er die Roben abgelegt. Derzeit lebt er als residenter Lehrer im FPMT-Zentrum in Kopenhagen, gibt Kurse und leitet Meditationsklausuren in Europa.
» mehr Information auf Stephans Website

Dieter Kratzer

Dieter Kratzer lehrt seit mehr als 35 Jahren buddhistische Philosophie und Meditation. Er war 12 Jahre lang Mönch in der tibetischen Tradition des Buddhismus und verbrachte insgesamt mehr als 6 Jahre in Klausuren, um den Inhalt der Lehren tief zu erfahren. Er gründete verschiedene Meditationszentren und lehrte in Europa, Asien und Australien. Er ist der residenter Lehrer des buddhistischen Zentrums TARA MANDALA in Deutschland, Mitglied im FPMT.

» mehr Information auf Dieters Website

Claudia Wellnitz

Claudia Wellnitz begegnete Lama Yeshe und Lama Zopa Rinpoche zuerst 1980 und beschäftigt sich seither intensiv mit der buddhistischen Lehre, unter anderem während eines vierjährigen Studiums im Kloster Nalanda in Frankreich und mehreren längeren Klausuren. Seit zehn Jahren leitet sie Klausuren und Meditationskurse und arbeitet als Übersetzerin und Lektorin für verschiedene buddhistische Verlage. Zudem leitet sie den Diamant Verlag und ist seit 2001 erste Tara Rokpa Therapeutin in Italien. Sie leitet auch das Meditationszentrum Kushi Ling nahe dem Gardasee.

Kontakt, Anmeldung & Kurs